Da war ich nun, in einem düsteren und verrauchten Keller. Das Gewölbe war in einem rot/braun gestrichen und die Lampen auf eine nidriege Stufe gedimmt. Rechts von der Treppe die hinunter führte, befand sich ein Tresen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Treppe gab es eine kleine Bühne, darauf stand ein Piano und der DJ, ein Herr im Rentenalter hatte seine Anlage aufgebaut und eine Reihe von CDs und Schallplatten. Im Raum verteilt standen einige Tische und Stühle. Und die Bühne wurde von Männern und Frauen ab 50 aufwärts (50jährige zählten schon zu den jüngeren) belagert, es wurde getanzt was das Zeug hielt, zu Blues, Funk und Jazz.
In dieser Atmosphäre tauchte plötzlich eine Handvoll Studenten ein, die den Altersdurchschnitt rapide senkten. In diesem Moment wurde mir klar, warum der Türsteher so grinste als wir hereinspazierten mit der Frage, ob es denn gut sei da unten im Keller und man da richtig feiern könne. Und die Menschen im Keller konnten feiern!
Ich lehnte mich an Tresen und fing an, an einem Glas Ginger Ale zu nippen. Hier an dieser Bar lehnten auch schon Leute wie Louis Armstrong, Frank Sinatra und Dean Martin. An dem Tisch dort vorne saßen Cat Anderson, Dizzy Gillespie, Chet Baker, Ella Fritzgerald und viele mehr.
Wie bin ich nur in diesem Keller gelandet? Wir wollten Geburtstag feiern, waren in Frankfurt nett einen trinken und wollten dann weiter Party machen. Einer aus der Gruppe hatte was von diesem Jazzkeller gehört, der ganz gut sein sollte. Und da waren wir nun, im ältesten Jazzclub Europas, in der kleinen Bockenheimer Straße. Es war ein Freitag, das heisst, es war “Swingin’-Latin-Funky DanceNite”, wie jeden Freitag. So junge Gäste hatte der Jazzkeller lange nicht mehr gesehen und wir hatten regelrecht Mühe mit den alten Hasen mit zu Swingen!
New York you know
has got a lot of soul
And London Town
is too dog on cold, too cold, hey
Nassaus got sunshine
and this you all know
But we all go funky
We got some soul
Das klingt doch mal nach einer richtigen, angemessenen Studentenparty
Von: ciliegia am Februar 6, 2007
um 7:59 vormittags
Studentenparty???
Ich weiss nicht, das Durchschnittalter in diesem Keller lag bei 60+
Es ist zudem äußerst faszinierend älteren Leuten beim flirten und tanzen zu zu schauen…
Von: Manuel am Februar 6, 2007
um 10:07 vormittags
Naja dann halt eine ausgefallene Studentenparty… Es war ne Party und es war mindestens ein Student anwesend – das reicht in meiner Definition… und wenn es dennoch gut war (was ich aus deinem Artikel rausgelesen hatte), dann passt das doch…
Von: ciliegia am Februar 6, 2007
um 12:06 nachmittags
[...] habe einen netten Bericht über den Freitag im Jazzkeller gefunden. Dort steht:“…eine kleine Bühne, [...]
Von: Vincents Blog » Freitags im JAZZKELLER am Februar 13, 2007
um 9:17 vormittags
Der Mann im Rentenalter (Eugen) hat im November seinen 65. Geburtstag gefeiert. Nicht weitersagen!
Von: Christoph am Februar 13, 2007
um 9:28 vormittags
… das licht muss recht dunkel gewesen sein, wenn für dich das durchschnittsalter so hoch war! letztes jahr war der keller noch einer von den läden wo man(n und frau) am besten flirten können … und als durchschnitt wurde 25+ angegeben. was ja dann auch wieder stimmen würde. wenn ich von meinen besuchen ausgehe war der laden rammelvoll und ein haufen hübscher mädchen da. aber es war eben recht dunkel … .-)
Von: marcos am Februar 13, 2007
um 2:53 nachmittags
Oh wei…
… auf was für eine Resonanz auf einmal mein Blog stößt.
Das mit den Damen und Herren im höheren Alter war nicht bös gemeint.
Bei Gelegenheit werd ich sicher nochmal im Keller vorbei schauen. Vielleicht sieht man sich ja
Von: apeat am Februar 25, 2007
um 10:21 vormittags