Verfasst von: apeat | Mai 7, 2008

07. Mai

Am 07. Mai 1945 unterzeichnet Generaloberst Jodel die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Reims.

Ein gutes Datum, 63 Jahre später die Examensarbeit einzureichen.

Während Tags darauf Generalfeldmarschall Keitel die Kapitulationsurkunde ratifizierte, gilt der 08. Mai 1945 als ‘Tag der Befreiung’. Eine Teilweise umstrittene Bezeichnung, denn für die Bürger Ostdeutschlands setzte damit eine neue Diktatur ein.

„Im Grunde genommen bleibt dieser 8. Mai 1945 die tragischste und
fragwürdigste Paradoxie der Geschichte für jeden von uns. Warum denn? Weil wir
erlöst und vernichtet in einem gewesen sind.“ Theodor Heuss Bundespräsident a. D.

Nun heißt es warten, bis das Ergebnis kommt.

Verfasst von: apeat | März 24, 2008

Frohe ‘Einachten’

Frööööhliche ‘Einacht’ überall…

tönet durch die Lüfte froher Schall…

Ein verschneites ‘Einachtsfest’, ist das nicht schön? Die Familie versammelt sich vor dem Einachtsbaum der mit den schönsten Hasenkugeln geschmückt ist. Darunter steht der Kaninchenstall und die heiligen 3 Hühner waren auch schon da. Haben dem Häschen Myrrhe, Weihrauch und Gold gebracht. Jetzt warten alle nur noch auf die Einachtsgans. Später wird dann im Garten ein Schneehase gebaut und eine Eierschlacht gemacht. Damit es keine kalten Füße gibt wurde schon der Eierpunsch angerüht.

Ja… wer hätte das gedacht, dass uns im Frühling das beschert ist, was der Winter uns verwehrt hat.

Gut, dass ich noch meine Winterreifen drauf hab!

Verfasst von: apeat | März 20, 2008

Beitrag zum diesjährigen Frühlingsanfang

Guten Morgen liebe Leute!

Heute ist Frühling. Ja, man glaubt es kaum. Mit Graupel und Wolken. Mit Wind und Schauer. Mit Regen und Hagel.  Eben alles was dazugehört. Um heut zu Tage noch Frühling zu sein, kann man es nicht beim blühen von Tulpen, Krokussen und Osterglocken belassen. Selbst das zwitschern von Vögeln und das aufblitzen der ersten warmen Sonnenstrahlen, können im Konkurrenzkampf zu anderen Jahreszeiten nicht Punkten. Stürme mit netten Vornamen müssen es da schon sein. Denn orkanartige Aktion verkauft sich eben besser als diese Schönwetterpakete. Ich mein, in Zeiten von Sonnenstudios und Billig-Fliegern kommt man so gut wie an jeder Ecke günstig an einen braunen Teint. Wenn interssiert da noch das lokale Wetter. Man muss stets das globale Klima betrachten.

Das ist im übrigen aber auch nicht in bester Verfassung. Wir haben zwar gerade den 20.03. und dieser Tag markiert den kalendarischen Frühlingsanfang 2008. Biologischer Frühlingsbeginn war bereits Mitte Januar mit der Blüte der Haselnuß. Früher…also richtig früher…lagen mal Biologischer und Kalendarischer Frühlingsanfang zusammen. Aber seit der durch den Menschen verursachten globalen Erwärmung, driften diese beiden Termine immer weiter auseinander. Und so ist es inzwischen in vielen Jahren im Januar so muckelig war, dass die Haselnuß es nicht mehr länger an sich halten kann und sprießt.

Blühende Bäume und Blumen im Januar. Das hört sich toll an. Ist es aber nicht. Ohne jetzt in das komplexe Thema ‘Wetter, Klima und Co.’ einsteigen zu wollen… die Temperaturen steigen. Die Blütezeit verschiebt sich nach vorne…dummerweise erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Frost. Als Autofahrer kratzt man dann halt seine Scheiben frei. Eine Pflanze kann das mit ihren Knospen und Blüten nicht machen. Und das war es dann. Aus der Traum von grünen Blättern und prallen Früchten.

Zum Glück ermöglicht es uns ja die Globalisierung Äpfel und Birnen aus Panama und Waikiki kommen zu lassen. Das der Transport per Flugzeug und Schiff den Klimawandel nur noch weiter fördert lassen wir einfach mal außer Acht!

Etwas gutes hat die Sache: Uns stehen weiße Ostern bevor. Was uns also im Winter nicht vergönnt war, wird nun im Frühling wahr!

Und dann gibts da noch etwaige Bauernweisheiten. Eine davon besagt ins etwa:

Ist Ostern weiß, wird der Sommer heiß!

Verfasst von: apeat | Januar 30, 2008

30. Januar

Am 30 Januar 1933 berief Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler.

Diese Machtübertragung ist nicht nur das Ende des parlamentarisch-demokratischen Systems der Weimarer Republik, sondern Ausgangspunkt für einen totalitären Führerstaat.

75. Jahre später habe ich meine Examensarbeit angemeldet. ‘Friedenserziehung durch kritische Reflexion von Biologieunterricht im Nationalsozialsimus’. In der Zielsetzung schließe ich mich dem bekannten Auspruch von Theodor. W. Adorno an: „Die Forderung, daß Ausschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung.“

In etwa 75. Jahren könnte ich dann auch mit der Ausarbeitung fertig sein…

Verfasst von: apeat | Dezember 15, 2007

Zu Gast im Rentnerparadies

Es hat was.

Doch, muss ich schon sagen.

Nicht schlecht.

Da liegt man einfach mal mitten im Dezember am Strand und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Viel besser als der Uni-Alltag. Viel besser als die heimische Kälte. Gut was fehlt ist die Weihnachtsstimmung. Kein Schnee. Kein Eis. Kein Glühwein. Stattdessen mit Lametta behangene Palmen und blinkender Firlefanz so weit das Auge reicht. Aber wie kommt man eigentlich dazu, mitten im Semester nach Miami zu fliegen. Nun, ganz einfach. Man lässt alles stehen und liegen. Fragt bei Kommilitonen höflich an, ob sie einen eintragen. Versucht als nächstes auf die Schnelle einen Reisepass zu organisieren. Mit biometrischem Foto und Fingerabdrücken, also diesem ganzen … Und dann setzt man sich in einen Flieger, steigt nach doofen 11 Stunden, bei 30° wieder aus. Hauptsache die Frisur hält!

Auf den Flug will ich eigentlich nicht näher eingehen, außer, dass ich eine neue Gefahr entdeckt habe. Terroristen und Triebwerksausfall sein schon schlimm. Betrunkene Mitreisende sind schlimmer. Aber es war erheiternd, wie die FlugbegleiterInnen sich mit denen auseinander gesetzt haben.

Welcome to Miami!

Miami selbst, also Miami Downtown ist nun keine Schönheit. Und die Polizeiwache sieht so gar nicht aus, wie die bei CSI. Das Art Deco Destrict dagegen ist umso schöner. Und Barbara Becker wohnt auch nicht schlecht. Aber sie gehört ja auch zu denen, denen ein ‘güldener Hahn’ im Bad nicht mehr reicht: “ Andere Leute haben ja Wasserhähne aus Gold in ihrem Badezimmer, deshalb wollte ich welche aus Kristall haben.“ Ich bin da nicht so. Bei mir würde sich ja eh wenn nur Platin im Bad anbieten.

Die meiste Zeit hab ich mich aber am ‘La Playa De Varadero IV‘ aufgehalten. Irgendwo entlang der Collins Ave, Sunny Isles Beach. Gleich am ersten Morgen war über den Krach vom Strand erschüttert und entsetzt. Die fahren da mit Baggern lang, um den Sand glatt zu streichen. Jeden Morgen ist der Strand frisch geharkt. Ein Albtraum für jedes Kleinkind. Kann es doch an seiner Sandburg nicht weiter bauen. Überhaupt denken die Amerikaner irgendwie immer in etwas größeren Dimension. Vom Supermarkt bis zur Shopping mall. Der Plan war einfach. Was braucht in einer Woche Urlaub groß an Frühstück? Ne Packung Cornflakes und ne Flasche Milch reichen da völlig. Gut, es gab dann etwa 10 Kilo Cornflakes und 10 Liter Milch im Kanister. Kleinere Mengen gab es gerade nicht. Da sollte auch in den nächsten Tagen dazu führen, dass alles was es zu Mittag oder zu Abend gab, sehr fettreich oder irgendwie über-portioniert erschien. Mein Favorit: All You can eat buffet! Da gabs schließlich Salat. Also nicht nur diese Scheibe im Hamburger sondern richtigen Salat. Und wisst ihr was? Die Salatbar, echt! Die war immer leer! Da brauchte man sich nie anstellen. Ganz anders beim Nachtisch. Da halten sich die Gäste nicht mal mehr an die vorgegebenen Schälchen sondern hauen sich das Eis gleich in die Suppenschüssel. Kein Wunder, dass die anschließend solche Probleme haben, sich in die Bank zu quetschen. Selten kann man so gut die Korrelation zwischen Qualität und Quantität des Essens auf den Körperumfang sehen. Alters unabhängig! Interessant auch das Bild ganzer Seniorentrupps, die sich dazu entschlossen haben, ihren Lebensabend am Strand zu verbringen und zum Essen gleich ihr Pflegepersonal mitbringen, welches den Teller trägt und den Tropf neben her schiebt. Nichts gegen Senioren, die waren ja ok. Ist doch schön sich am Strand zur Ruhe zu setzten. Ich fand ja auch ehe das Bild der Krankenschwester erschreckender.

Aber um auf das Thema Rente zu kommen. Von der ich noch weit entfernt bin, so hab ich doch viel für mein späteres Leben gelernt. In dieser Woche der jüngste gewesen zu sein, war nicht immer leicht. Da hockt mit in der Bar zwischen Deutschen, Kanadiern und Iren. Man erhofft sich geradezu, dass vielleicht der Barkeeper Amerikaner sein könnte, aber dieser bezeichnet sich selbst lieber als Latino und so verwundert es nicht, dass man mit ‘Heil Hitler’ auf ein Bier begrüßt wird. Ein Kanadier, ehemals Mercedes und BMW Autoverkäufer erklärte mir sogleich, dass er unbedingt mal nach Deutschland will. Denn dort gibt es ja Stellenweise keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn. Und Ira und Mich, eigentlich Michael und Irene, leben schon seit Jahren in Miami, kommen ab und an nach Deutschland, wenn eins ihrer Kinder Geburtstag hat. Ich weiß nicht. Urlaub machen da ist schön. Meinen Lebensabend verbringen? Da müsste ich mich dann mit den Hurrikane Evakuierungsrouten vertraut machen, ich glaub nicht, dass ich das auf meine alten Tage dann noch könnte. Außerdem hab ich mir da sagen lassen, das Thailand wesentlich billiger und die Frauen wil… seien. Weshalb der kanadische Ex-Autoverkäufer auch mehrere Monate im Jahr dort verbringt. Wann er das letzte mal in der Heimat war, weiß er selbst auch nicht mehr so genau.

Also nix da auswandern nach Florida. Thailand heißt das nächste Ziel? Da ziehe ich Europa vor. Zum shoppen ist es ja in Amerika toll, gerade was den Dollarkurs betrifft, aber man läuft sich in den Malls die Füße kaputt. Und dann diese Kontrollen am Flughafen. Da lobe ich mir doch Schengen! Hier muss ich keine so komischen Fragen beantworten wie im Formular I-94W.

Nichts desto trotz, in 15 Jahren geht es wieder hin. Mal schauen, ob sich daraus eine realisierbare Tradition entwickelt. 9, 24, 39. Meine Cousine besteht ja drauf.

Ich hab 23 Jahre mit mir verbracht
Und in 23 Jahren hab ich mich nie mit mir verkracht
Manchmal frag ich mich wie hab ich das gemacht
Ich hab 23 Jahre mit mir verbracht

Ich bin zu jung um meine Biographie zu schreiben
Und zu alt um ewig jung zu bleiben
Ich hab 23 Jahre mit mir verbracht

Ich hab 23 Jahre mit mir verbracht
Und in 23 Jahren hab ich nie über mich gelacht
Manchmal frag ich mich wie hab ich das gemacht
Ich hab 23 Jahre mit mir verbracht

Ohhhoo…

Ich hab 23 verdammte Jahre mit mir verbracht

Ohhhoo…

Verfasst von: apeat | Oktober 9, 2007

Gestern Heute Morgen

Kennt ihr den Ausspruch: ‘Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens’?

Oder wie Franz Kafka sagen würde: „Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.“

Dieser Punkt ist nun erreicht!

Verfasst von: apeat | Oktober 4, 2007

Schock

 

 

piep piep piep piep piep

Heinz Kaminsiki traute seinen Augen nicht, oder viel mehr seinen Ohren. Was dort die Meßgeräte des Radoms der Volkssternwarte Bochum anzeigten, waren die niederfrequenten Radioimpulse eines Objekts, welches sich in einer stabilen Erdumlaufbahn befand: Kurz in einem Orbit um unseren Planeten befand sich der erste künstliche Trabant. Eine silber glänzende Kugel. Eilig zusammen geschraubt in der kasachischen Steppe bohrte sich gekoppelt an ein 273 Tonnen Geschoß um 22:28Uhr in den Sternenhimmel.

Gedacht war das Geschoß als Trägerrakete für einen Atomsprengkopf. Aber da gerade die Testköpfe ausgegangen waren, drängte Chefkonstrukteur Koroljow darauf, statt eines Leerflugs die Kraft der Rakete dafür zu nutzen um einen künstlichen Satelliten in die Umlaufbahn zu schicken. Die Kugel mit den 4 Antennen unter dem Namen Sputnik (‘Begleiter’) ließen die bloße Science-Fiction von Jules Verne Wirklichkeit werden.

Am 4. Oktober 1957 gelang den sowjetischen Himmelsstürmern die Flucht von dem Heimatplaneten. Es war der Tag, an dem der Mensch abhob; gefangen auf der Erde seit Entstehung seiner Art, wagte er sich hinaus in die Unendlichkeit – ein Sprung in einen neuen Lebensraum wie vor Jahrmillionen, als Tiere vom Wasser aufs Festland vordrangen.“ ‘Piep piep piep’, dieses Geräusch sollte für immer das Alte vom Neuen trennen.

Für die westliche Welt ein Schock, dass ausgerechnet der planwirtschaftliche Osten den Startschuß für den Wettlauf um die Sterne lieferte und das Bildungswesen erschütterte. 4 Jahre später war Jurij Gagarin der erste Mensch im All und 12 Jahre nach Sputnik betrat Neil Armstrong den Mond. Ein so kleiner Schritt, der ein solch großer für die Menschheit war.

50 Jahre sind nun nach Sputnik vergangen. Und wonach greift der Mensch? Immer noch nach den Sternen? Zur ISS, zum Mars? Was auch immer die nächsten 50 Jahre dort draußen um Weltraum bringen mögen, wir dürfen dabei nie unseren eigenen Planeten vergessen und die Menschen, die ihr Leben auf den Weg zu den Sternen gelassen haben.

Aber noch etwas möchte ich an dieser Stelle erwähnen: Ja, ich war schon dort oben, bei den Sternen: 5 Jahre lang, 1 mal die Woche, für 2 Stunden. Ich, dass ist der Betazoid Jake Potts, der als junger Kadett bei der Sternenflottenakademie anheuerte und die Laufbahn eines unorthodoxen Mediziners und Seekuhliebhabers startete. Vom MO zum LMO landete Potts, der auch liebevoll Pottsy genannt wurde irgendwann als XO zunächsten neben, dann als CO auf dem ‘Captainschair’. Ja, Captain der USS Endeavor. Nun im rüstigen Alter und noch rüstigerer Uniform eines Rear Admirals endet das Dasein von J.P(y). Vielmehr endet das Rollenspiel, welches für mich 5 Jahre lang ein Schlupfloch war. Das nenne ich mal einen Schock! Ich weiß nicht was die Zukunft bringt. Aber vielleicht sollten wir uns alle Fragen, was das RS und was Star Trek für uns bedeutet. Geht es wirklich um Punkte, um Regeln, um Orden und Posten? Oder haben wir uns nicht deswegen getroffen, weil ins uns auch dieser Pioniergeist steckt? Weil wir auch zu den Sternen greifen wollten? To boldly go where no one has gone before?

SF-HQ, Live Long and Prosper!

 

 

Verfasst von: apeat | September 28, 2007

Space…

… the final frontier. These are the voyages of the Starship Enterprise. Its continuing mission – to explore strange new worlds, to seek out new life, and new civilizations – to boldly go where no one has gone before.

Heute vor 20 Jahren, am 28. Sep. 1987, flimmerte über die amerikanischen Fernsehkanäle die erste Folge der nächsten Generation von Star Trek. Mit ‘Encounter at Farpoint’ (Der Mächtige & Mission Farpoint) gab es endlich wieder eine Crew der Sternenflotte, dich sich nach Kirk und Spock, wieder den Sternen zu wandte. 3 Jahre später lief die erste Folge auch bei uns und ich war fortan nicht mehr vom Fernseher, bzw. von Star Trek wegzudenken.

Bis zum 23. May 1994 brachte die Serie es auf 176 Folgen in 7 Staffeln und später dann noch auf 4 Kinofilme. Mit Nemesis fand die Ära der neuen Generation im Dezember 2002 ihr Ende. Was aber nicht der letzte Kinofilm sein soll. 2008 verspricht ein neues und interessantes Star Trek Jahr zu werden. Nun gilt es aber den 20. Geburtstag der erfolgreichsten der 5 (mit TAS 6) Star Trek Serien zu feiern: Herzlichen Glückwunsch!

For nearly one quarter of a century – they threwed us with their adventures – amazed us with their dicoveries – and inspiered us with their encourge – their ship has journied beyond imagination – her name has become legend – the crew the finest ever assembled – we have traveld beside them, from one corner of the galxy to the other – they have been our guides, our protectors and our friends…

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Verfasst von: apeat | September 23, 2007

23. September

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